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Einsatzhärten

 Beim Einsatzhärten wird die Randschicht eines Bauteils mit Kohlenstoff angereichert und anschließend gehärtet. Dadurch entsteht eine besonders harte und verschleißbeständige Oberfläche, während der Kern zäh und belastbar bleibt.

Diese Kombination macht das Verfahren zur idealen Lösung für Bauteile, die hohen Druckbelastungen, dynamischen Kräften und dauerhaftem Verschleiß standhalten müssen.

 

 

 Einsatzhärten zählt zu den bewährtesten Wärmebehandlungsverfahren für hochbeanspruchte Komponenten. Durch die hohe Oberflächenhärte und die tiefe wirksame Randschicht werden selbst extreme Punkt- und Linienbelastungen zuverlässig aufgenommen.

Typische Einsatzbereiche sind:

  • Zahnräder
  • Getriebekomponenten
  • Wellen
  • Führungsbolzen
  • Kupplungs- und Antriebsteile
  • Maschinenbaukomponenten

Wenn höchste Belastbarkeit, lange Standzeiten und eine verschleißfeste Oberfläche gefordert sind, ist Einsatzhärten vielfach die erste Wahl.

 

 

 

KENNZAHLEN EINSATZHÄRTEN

 

Temperatur:

bis 1.000°C

Ofengröße:

1000 x 600 x 550 mm

Durchlaufzeit:

ab 48 h

Max. Beladegewicht*:

600 kg

*pro Charge bei Standardgrößen und -behandlungen

Vorteile Einsatzhärten

Kostengünstiges Härten

Schutzgashärten ist ein vollautomatisches, zu 100 Prozent reproduzierbares und daher relativ kostengünstiges Härteverfahren.

Keine Verzundung

Die Bauteile werden in einer Schutzgasatmosphäre vor einer negativen Beeinflussung der Randzone geschützt.

Herausragende Bauteileigenschaften

Beim Schutzgashärten entstehen durch das rasche Abschrecken im Öl Bauteile mit gleichmäßigem Härteniveau über den gesamten Querschnitt.

Schutzgashärten

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Silvio Stranek

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Thomas Stadlober

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WEITERE HÄRTEVERFAHREN

Schutzgashärten

Schutzgashärten

Beim Schutzgashärten wird das metallische Bauteil unter Schutzgasatmosphäre auf die Härtetemperatur gebracht und anschließend im Ölbad rasch abgekühlt. In der Regel werden niedriglegierte Werkstoffe auf diese Weise veredelt.

Induktionshärten

Induktionshärten

Beim Induktionshärten werden die zu härtenden Bereiche mithilfe von Induktionsstrom erhitzt und im Anschluss bei Bedarf durch eine Wasserbrause abgeschreckt. 

Vakuumhärten

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UNSERE BRANCHEN

Unser vielfältiger Branchenmix sowie unsere umfassende Expertise in der Wärmebehandlung unterschiedlichster Metallbauteile machen uns zu einem besonders verlässlichen Partner mit fundiertem Branchen-Know-how und breitem Anwendungsverständnis.

 

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Was ist Einsatzhärten?

 

Einsatzhärten ist ein thermochemisches Diffusionsverfahren. Dabei wird Kohlenstoff in die Randschicht des Werkstoffs eingebracht und diese anschließend gehärtet. Das Ergebnis ist eine harte Oberfläche bei gleichzeitig zähem und hochfestem Kern.

 

Welche Vorteile bietet das Einsatzhärten?

  • Hohe Verschleißfestigkeit
  • Hohe Druckbelastbarkeit
  • Gute Dauerfestigkeit
  • Hohe Tragfähigkeit der Randschicht
  • Zäher und belastbarer Kern
  • Lange Lebensdauer hochbeanspruchter Bauteile

 

Was bedeutet Einsatzhärtetiefe (EHT)?

 

Die Einsatzhärtetiefe beschreibt die Tiefe der wirksamen gehärteten Randschicht. Je nach Anforderung können Einsatzhärtetiefen von wenigen Zehntelmillimetern bis zu mehreren Millimetern erzielt werden. Je größer die Einsatzhärtetiefe, desto höher ist die Belastbarkeit der Oberfläche.

 

 

Welche Werkstoffe eignen sich für das Einsatzhärten?

 

Häufig werden MnCr-legierte und CrNi-legierte Einsatzstähle verwendet. Die Wahl des geeigneten Werkstoffs hängt von Bauteilgröße, Geometrie und Belastung ab.

 

 

Entstehen beim Einsatzhärten Maßänderungen oder Verzug?

 

Durch die hohen Prozesstemperaturen und die anschließende Abschreckung können Maßänderungen und Verzüge auftreten. Moderne Anlagen und optimierte Prozessführung reduzieren diese Effekte deutlich. Ein vollständig verzugsfreier Prozess ist jedoch physikalisch nicht möglich.

 

Ist Einsatzhärten durch Nitrieren ersetzbar?

Nicht immer. Für viele Anwendungen bieten Nitrierverfahren Vorteile. Müssen jedoch hohe Punkt-, Linien- oder dynamische Belastungen über eine tiefere Diffusionsschicht aufgenommen werden, bleibt Einsatzhärten häufig die beste Lösung.

 

Was ist Carbonitrieren?

Das Carbonitrieren ist eine Variante des Einsatzhärtens für bestimmte unlegierte Stähle. Dabei werden Kohlenstoff und Stickstoff gleichzeitig in die Randschicht eingebracht. Das Verfahren eignet sich vor allem für kleinere Bauteile und spezifische Anwendungsfälle.

 

Welches Verfahren ist für mein Bauteil geeignet?

Die optimale Wärmebehandlung hängt von Werkstoff, Geometrie, Belastung und den geforderten Eigenschaften ab. Unsere Spezialisten beraten Sie gerne bei der Auswahl des passenden Verfahrens.

 

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